Fan - Infos


Im Jahr 1979 wurde der Fanklub

Black Eagles gegründet.

 

Nach ein paar Jahren Winterschlaf erwachte er 2o15 wieder und erblühte in neuer Frische.

 

Das wollen sie am 14. o9. ´19 

gebührend im WFH / Liebigstraße feiern.

 

Also alle hin und lasst es eine tolle

Geburtstagsfete werden …

Weniger ist manchmal mehr ….

 

"Das ganze Stadion hüpft, olè olè“, schallte es durch die Soers.

 

Alemannia hatte den großen FC Bayern gerade im Würgegriff und schickte sich an, die Millionäre aus München aus dem Pokal zu werfen.

Um uns herum ein Meer von hüpfenden Menschen, von denen man nur die Köpfe sah. Die Bewegungsfreiheit war aufgrund der vielen Fans

um einen herum und der Enge auf dem alten Tivoli derart eingeschränkt, dass man freiwillig auf’s Rauchen verzichtete.

Der ohrenbetäubende Lärm riss nicht ab. Auch nicht, als der Schlusspfiff ertönte und die Schwarz-Gelben

den Krösus aus dem Süden mit 4:2 nach Hause geschickt hatten.

„Alemannia Aachen wird nicht untergehn“, sangen zigtausende Menschen, die man nicht kannte.

Aber sie waren auch „schon immer heiße Fans der Alemannia“, so sagten sie.

 

Einige Jahre später:

Wenn man die Fußgängerampel überquert, kann man schon viele bekannte Gesichter auf dem Vorplatz sehen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit konnte man hier auch unseren Uwe antreffen.

Er saß zusammen mit seinen Alten Kameraden auf der Mauer und man wurde magisch angezogen, sich zu ihm zu setzen und ein kleines freundliches Schwätzchen mit ihm und seiner Truppe zu halten.

Wenn man die Eingangskontrolle passiert hat, dann kommen einem schon mal die Jungs von den Ultras entgegen, weil sie wieder mal eine neue Choreo planen. Dann schweift der Blick weiter unter den Betonpfeilern der Süd.

Christopher kommt und schüttelt dir, wie immer freundlich, die Hand.

Nach einigen Begegnungen mit Fans, die man halt kennt, erreicht man dann den Fantreff.

Vor dem Treff begrüßt man Anneliese, Melanie, Didi und Frank, hier hört man Robert laut schimpfen und Detlef fällt einem um den Hals,

dass man zwischenzeitlich Luftnot bekommt. Selbst unser Geschäftsführer Martin lässt sich hier gerne mal blicken.

Im Fantreff das übliche „Hallo“. Das kleine Schwätzchen mit Monika ist immer schön und jederzeit informativ.

Dann dringt man zu den Jungs der Fanbetreuung vor. Sie muss man nicht sehen, man hört sie

-zumindest wenn Jac dabei ist- durch den ganzen Raum.

 

So langsam treffen auch alle Eagles ein. Laut, ein wenig rüpelig, aber herzlich fällt die allgemeine Begrüßung aus.

Ebenso gesellen sich die Mitglieder der STJ dazu, mit denen wir heutzutage schon mal gemeinsam einen

Bus zum Auswärtsspiel besetzen. Weit vor Spielbeginn, wenn man die Zaunfahne aufhängen geht,

begegnet man Hein von den Öcher Chaoten, der sich gerade wieder über den eingeschränkten Platz am Zaun aufregt,

weil wieder irgendwelche unangemeldete Fahnen dort hängen.

Zurück zum Fantreff sieht man Joesch, wie er in routinierter Perfektion unsere Schwenkfahne zusammenbaut. Eine Viertelstunde vor Spielbeginn, mittlerweile steht man an seinem Stammplatz im S4,werden die Schals hochgehalten.

„You’ll never walk alone“ wird gespielt und die paar Tausend, die den Weg zum Tivoli gefunden haben,

singen mit. Erst verhalten, dann von Strophe zu Strophe lauter, bis das große Finale des Songs herausgebrüllt wird.

Jeder ist während dieser Zeilen mit seinen Gedanken alleine.

 

Einige denken an die vergangene Zeit, andere denken an die verstorbenen Kameraden und wieder andere sind einfach nur stolz,

mit diesem Lied die langjährige Zugehörigkeit zur Alemannia zu demonstrieren.

Gänsehaut und ein paar Tränen sind hier garantiert. Etwas weiter rechts von uns hören wir Freddy,

wie er den Takt auf seiner Trommel angibt. Die Ultras haben sich auch schon positioniert und bereitet ihre Choreo vor,

auf die wir natürlich alle gespannt sind. Halblinks vor uns stehen die Au Bülle. Mittendrin hampelt Jupp schon hin und her,

um seine Nervosität in den Griff zu bekommen.

Das ist ihm schon jahrzehntelang nicht gelungen, im Gegenteil; je näher das Spiel rückt, umso schlimmer wird das bei ihm.

Gerade läuft Schankes von den Aachen Fanatics an uns vorbei. Er hat wieder das Trikot, das er von Junior bekommen hat,

an und es sitzt an seinem Körper, wie eine zweite Haut. Als er uns entdeckt hat, sind ein paar laute, aber lieb gemeinte Schimpfworte garantiert. So ist er eben, der Schankes:

Rauhe Schale, aber das Herz am rechten Fleck.

 

Man kann von seinem Platz weit über die Süd und zu den Rolliplätzen sehen.

Man sieht kein Meer von Köpfen mehr, wie damals. Diese Köpfe stehen heute in Mönchengladbach und behaupten,

„schon immer ein heißer Fan der Borussia zu sein“, oder in Dortmund, Schalke oder wo auch immer.

Hier auf der Süd entdeckt man die bekannten Gesichter, Freunde und Leidensgenossen, die man in den letzten Jahren besser kennenlernen durfte. Damals zu den Zeiten, als der FC Bayern noch auf dem Tivoli gastierte, konnte man aufgrund der Fanmassen nicht mal zu diesen Menschen vordringen.

 

Heute stehen wir fast alleine auf der Süd und haben eine Gemeinschaft gegründet, auf die wir stolz sein können.

Durch den Misserfolg und den daraus resultierenden Zuschauerschwund sind wir, die immer noch der Alemannia treu geblieben sind,

enger zusammengewachsen. Man kennt sich und man weiß um die Eigenarten des Anderen.

Die heutige Motivation zum Tivoli-Besuch ist nicht mehr, wie früher, der Drang zum Spektakel und das Kribbeln der einzigartigen Atmosphäre. Heute freut man sich mehr auf die Menschen, die geblieben sind und dadurch ihre Einzigartigkeit bewiesen haben. Und wenn wir dann später in der Kneipe die Lauten hören, die „schon immer Fan der Borussia waren“,

aber in Wahrheit heimlich den schwarz-gelben Alemannia-Schal gegen das grüne Tuch vom Niederrhein getauscht haben,

dann können wir still genießen in der Gewissheit, zur Alemannia-Familie zu gehören.

 

Eine Familie, die in schlechten Zeiten zusammengerückt ist und sich schätzen gelernt hat.

Das wird der laute Erfolgsfan niemals in seinem Leben erfahren dürfen.

Natürlich konnten wir nur einige Namen nennen, die stellvertretend für die ganze Alemannia-Familie stehen.

Aber hier sind selbstverständlich ALLE Mitglieder dieser tollen Familie gemeint.

 

 Ein toll geschriebener Bericht von unseren Black Eagles ….  Danke Danke


Runde 1


Ansetzungen der 2. Runde



Im Gedenken an unsere Verstorbenen

Jupp

Heinz

Lola

Hermann

Die

Legende

Colletchen

Uwe

Axel

Heinz

Balu

Michael